Tipps für die Immobilienfinanzierung
Eine Immobilienfinanzierung ist meist der größte finanzielle Kraftakt im Leben. Allein deswegen ist im Vorfeld viel zu bedenken und zu beachten, besonders dann, wenn die Immobilie nicht als Kapitalanlage, sondern zur Eigennutzung dient.
Tipp 1 Eine Immobilie muss man sich leisten können
Allein günstige Zinsen, wie sie aktuell am Hypothekenmarkt zu finden sind, sollten nicht der ausschlaggebende Punkt für ein Bau- oder Kaufvorhaben sein. Die Schaffung der eigenen vier Wände sollte voraussetzen, dass man seinen Lebensmittelpunkt bereits gefunden, einen sicheren Arbeitsplatz hat und genau weiß, was man will. Mit einem Budget Rechner, der im Internet kostenlos zur Verfügung steht, lässt sich ob genügend Geld vorhanden ist, um die mit der Finanzierung verbundenen Ausgaben zu decken.
Tipp 2 Nicht ohne Eigenkapital an den Start gehen
Das Eigenkapital spielt im Zusammenhang mit der Immobilienfinanzierung eine wichtige Rolle. Als Eigenkapital gelten Sparguthaben, Guthaben aus Bausparverträgen und die sogenannte Muskelhypothek. Im Rahmen der Muskelhypothek werden bei einem Bauvorhaben eine Reihe von Leistungen selbst erbracht. Experten raten auch heute, obwohl die Immobilienfinanzierung inzwischen auch ohne Eigenkapital als Vollfinanzierung angeboten wird, mindestens 25 Prozent Eigenkapital einzubringen.
Tipp 3 Das richtige Finanzierungsmodell wählen
Wer eine Immobilie finanziert und dann selbst nutzen will, sollte die klassische Variante des Hypothekendarlehens in Form des Annuitätendarlehens nutzen und oder parallel ein Bauspardarlehen. Im Zusammenhang damit sind auch alle Fördermöglichkeiten vonseiten des Staates (KfW Förderdarlehen) zu nutzen. Bei der Wahl des Anbieters sind die Konditionen ausschlaggebend. In Zeiten niedriger Zinsen sind lange Zinsbindungen zu wählen, um von den günstigen Zinsen so lange wie möglich zu profitieren.
Tipp 4 Den Zusammenhang von Zins und Tilgung beachten
Gerade in einer Periode niedriger Zinsen ist es bei Abschluss eines Hypothekendarlehens wichtig, die Höhe der Tilgung entsprechend zu verändern. Bei niedrigen Zinsen und nur
1% Tilgung dauert die Entschuldung mit Sicherheit länger als 30 Jahre. Besser ist, die Tilgung auf 2 oder 3 Prozent festzusetzen, sodass man schneller schuldenfrei wird und sich auch wirklich als Eigentümer einer Immobilie betrachten kann.